“Ankauf des alten Hochbunkers nicht mit uns!”

“Ankauf des alten Hochbunkers nicht mit uns!”

11.12.2022 Aus Von Redaktion

Mit großer Verwunderung hat die Fraktion Freie Wähler/Pro Auto auf die Absicht der Landeshauptstadt Wiesbaden reagiert, das Grundstück ‘Friedrich-Ebert-Allee 8’ anzukaufen. Zur Zeit befindet sich dort ein Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg und ein Parkplatz des anliegenden Finanzministeriums.

Christian Hill, stellvertretender Vorsitzender und planungspolitischer Sprecher der Fraktion, findet diese Angelegenheit besonders pikant, weil es wohl einen privaten Investor gäbe, der das Arreal auch gerne erwerben und in die geplante ‘Kulturmeile’ integrieren wolle. Unter anderen sei hier geplant, den alten Bunker in einen öffentlich zugängiges Fluxus-Museum umzuwandlen und auf dem Parkplatz zur Straße hin eine Art Kunsthotel zu errichten. “Eine absolute Bereicherung für unsere Stadt, die den Bürger und Steuerzahler keinen Pfennig kosten würde,” so Christian Hill.

Es sei daher völlig unverständlich, daß die Stadt selbst als Käufer auftreten wolle und private Investoren zurückdränge. Die Stadt und ihre Gesellschaften kauften zur Zeit – insbesondere auch auf dem Gewerbeimmobilienmarkt – auf Teufel komm raus alles, was sie in die Finger bekämen. Nach Ansicht der Fraktion Freie Wähler/Pro Auto habe dieses Vorgehen weniger mit ‘aktiver Bodenpolitik’, sondern eher mit sozialistischer Planwirtschaft zu tun.

Auch die Rolle der SEG (Stadtentwicklungsgesellschaft) in dieser Sache sei nebulös. “Es drängt sich der Verdacht auf, daß die SEG hier die Stadt für ihre teilweise undurchsichtigen Spielchen mißbrauche. Da verlangen wir Aufklärung!” so Hill. Es ginge hier immerhin um ein Grundstück, für das sich die Stadt seit über 70 Jahren nicht interessiert habe und urplötzlich solle ein Ankauf geradezu durchgepeitscht werden.

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